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Grundlagen und Praxis der Männergesundheitsförderung
Veranstaltungs-ID: 12400106
Diese Veranstaltung weiterempfehlen- Kategorie: Gelebte Gesundheitsförderung
- Ort: Wien, 1230 Wien, Johann-Hörbiger-Gasse 30, Seminarzentrum/Hotel "Am Spiegeln"
- Termin: 26.04.2012, 09:00 bis 27.04.2012, 17:00
- Referent/in: Romeo Bissuti
- Anmeldeschluss: 05.04.2012
- Gebühr: € 60,00
- Stornogebühr vor Ablauf der Frist: € 60,00
Kurzbeschreibung
Männer gelten in der Gesundheitsförderung in vielen Bereichen zur Hochrisikogruppe. Sie sterben früher an koronaren Herz-Kreislauferkrankungen, sie begehen häufiger Suizid, sie sind bei den Alkoholikern in der deutlichen Überzahl oder sorgen im Bereich der Gewalt als Täter und (meist ungesehene) Opfer für einen deutlichen Gender-Bias. Befragt man Männer zu ihrem subjektiven Gesundheitsempfinden, so schildern sich Männer häufig als stark, gesund und fit - ungeachtet konträrer realer Tatsachen. Ein wesentlicher Hintergrund dafür sind geschlechtsspezifische Rollenerwartungen, in denen Männer als „von Natur aus stark und robust“ skizziert werden. Bilder und Motive von Vorsorge und Sensibilität für Gesundheitsanliegen werden von vielen Männern abgewertete und/oder als weiblich konnotiert erlebt und für das eigene Erleben als wenig wichtig erachtet.
In den letzten Jahren bemüht sich die weltweite Fachwelt darum, Männer rechtzeitig für Gesundheitsthemen zu gewinnen. Auf verschiedensten Feldern und zu unterschiedlichsten Themen haben sich dabei bereits unterschiedliche Ansätze entwickelt, wie dieses Ziel erreicht werden kann.
Langbeschreibung
Ziele:
Im Seminar soll ein Blick auf das Thema Gesundheit/Gesundheitsförderung aus gendersensibler ‚männlicher Sicht’ erarbeitet werden, der Ressourcen und Hürden gleichermaßen in den Blick nimmt. Weiters sollen Good Practice-Modelle diskutiert und mit kreativen Methoden auch eigene Zugänge zu Männern ‚am Reißbrett’ entworfen werden.
Im Seminar soll der Faktor Geschlecht sowohl in seiner gesellschaftlichen wie seiner unmittelbar persönlichen Dimension erfahrbar werden, da es zu einer Zusammenschau aus fachlichen Erfahrungen wie persönlichen Erfahrungen kommen soll, um so eine möglichst umfassende Anregung für Handlungsoptionen zu bieten.
Zielgruppe:
Personen die in der Gesundheitsförderung tätig sind und die sich dafür interessieren an einem Zugang zur Zielgruppe Männer zu arbeiten.
Inhalte:
Gesundheitsrelevante Aspekte männlicher Sozialisation
Ressourcen und Hürden von aktuellen Männlichkeitsbildern
Balance-orientierte Männergesundheit (nach Winter 2004)
Nationale und internationale Good Practice Modelle
Methoden:
Selbstreflexion
Vortrag
Medien/Literaturarbeit
Gruppenarbeit
Diskussion
Planungswerkstatt
